Formeln und Glossar
Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Begriffe und Formeln, die das Wirkprinzip unserer Produkte beschreiben. Kurz zusammengefasst: Wir kombinieren sogenannte Signalproteine (= Aktivierungssignale) mit den zu dem jeweiligen Zellstoffwechsel passenden „Hilfsstoffen“ (= Baustoffe) und sorgen für die optimierte Verfügbarkeit in den jeweiligen Zell-Zielgebieten, um zelluläre Prozesse in Knorpel, Knochen und Bindegewebe sowie bei Belastung und Regeneration gezielt zu unterstützen.
Anabol/Katabol-Balance
Die anabole-katabole Balance beschreibt das Verhältnis zwischen Aufbau- und Abbauprozessen im Stoffwechsel. Beide Seiten sind notwendig; entscheidend ist, dass sie je nach Situation sinnvoll wechseln und sich insgesamt die Waage halten.
Zellerneuerung
Die eigentliche Erneuerung passiert vor allem in den anabolen (aufbauenden) Phasen, wenn neue Zellbestandteile aufgebaut werden und beschädigte Strukturen repariert werden. Katabole Prozesse liefern dafür Energie und Bausteine, indem sie unter anderem Nährstoffe bereitstellen z.B. durch den Abbau existierender Zellen.
Belastung & Stress
Nach Belastung (z.B. Sport, körperliche Anstrengung) oder Stress kann der katabole Anteil steigen; danach sind Erholung, ausreichend Schlaf, Energie, Nährstoffe und Signalproteine wichtig, denn sie fördern die regenerative Seite des Stoffwechsels, damit die Zellerneuerung gut ablaufen kann.
Trigger-Sequenzen = Signalgeber = Signalproteine
Die Zellen erneuern sich nicht automatisch, sie haben kein bestimmtes Datum im Sinne eines Mindesthaltbarkeitsdatums „einprogrammiert“, sondern sie brauchen einen Startimpuls. Diese (biochemischen) Signale bezeichnet man als Signalproteine oder auch Signal-Peptide. Die Aufgabe der Proteine ist quasi, das Startsignal zur Zellerneuerung zu geben.
In vitro / In vivo
In vitro bedeutet: im Labor, außerhalb eines lebenden Organismus, zum Beispiel in einer Zellkultur oder in einer Petrischale. In vivo bedeutet: im lebenden Organismus selbst, in unserem Kontext: im Säugetierkörper (Tier- und/oder Mensch). Der Unterschied: In vitro untersucht man einzelne Zellen, Gewebe oder Bestandteile unter stark kontrollierten Bedingungen, in der Regel in einem Labor.
In vivo sieht man, wie etwas im ganzen lebenden System wirkt, also mit Stoffwechsel, Immunsystem und allen Wechselwirkungen zusammen.
Ergebnisse aus in vitro sind oft einfacher zu messen, lassen sich aber nicht immer 1:1 auf den lebenden Körper übertragen.
Klassisches Beispiel: Die Zelle benötigt zum Überleben, also für den Stoffwechsel, Energie (z.B. aus Kohlehydraten), Nährstoffe als „Hilfsstoffe“ (im Fall der Knorpelzelle u.a. Glucosamin und Chondroitin), und die Signalproteine als „Anstoß“ für den katabolen und anabolen Prozess. In der Petrischale werden all diese Komponenten via Pipette direkt „verabreicht“.
Wenn man einem Säugetier diese verschiedenen Komponenten verabreicht bzw. das Säugetier diese isst, werden diese erstmal „verdaut“: Eiweiß (Proteine) inkl. der Signalproteine wird z.B. durch die Magensäure in die einzelnen Aminosäuren „zerlegt“, diese werden aufgenommen = resorbiert und anschließend „verstoffwechselt“ (genutzt, benutzt, verbraucht). Teil dieses Stoffwechselvorgangs ist der „Zusammenbau“ = die (Re-) Synthese von Aminosäuren zu den Signalproteinen.
Solange wie z.B. im jungen und gesunden Körper Signalproteine in ausreichender Menge gebildet werden, ist das Gleichgewicht von katabolen und anabolen Zellstoffwechselprozessen gegeben. Wenn nicht mehr alle Zellen das Signal zur Erneuerung empfangen und der „Ein-Schalter“ bedient wird, weil nicht mehr genügend Signalproteine vom Körper selbst gebildet werden, empfangen z.B. von 100 Zellen nur 99 das Signal zur Erneuerung. Die eine Zelle, die kein Signal erhält, regeneriert sich nicht, wird „alt“ und hält z.B. im Falle einer Knorpelzelle, der mechanischen Belastung nicht mehr ausreichend stand, stirbt ab und geht somit verloren. Der degenerative Prozess tritt so in Form von Verschleißerscheinungen auf.
Wichtig: Man kann also all die Komponenten, die die Zelle in der Petrischale zur Regeneration „direkt“ verabreicht bekommen hat, zu sich nehmen (= essen). Dazu zählen z.B. Kollagenhydrolysat (= aneinander gebundene Aminosäuren) und Eiweiß in Form von Milch, Käse, Erbsenprotein (z.B. wenn man sich vegan ernährt). In diesen sind u.a. auch bestimmte Aminosäuren so vernetzt, dass bestimmte Signalproteine vorliegen können. ABER durch die Verdauung – siehe oben – werden die Eiweiße, damit sie aufgenommen werden können, erst einmal in die einzelnen Aminosäuren „zerlegt“. Ebenso werden Kohlenhydrate, wenn es sich um Mehrfachzucker handelt, in „Einzelzucker“ „zerlegt“, denn auch nur diese können resorbiert werden.
Der Petri-Schale fehlt die Verdauung bzw. der Teil des Stoffwechselvorgangs, der die Signalproteine bildet.
Deshalb kann die Petrischale (bzw. in-vitro-Studien) helfen, bestimmte Hypothesen zu entwickeln, die eigentliche Validierung kann aber nur im (Säugetier-) Körper (also in vivo) erfolgen.
Aggrecan & Kollagen
Aggrecan und Kollagen sind zwei zentrale Bausteine des Knorpels.
Aggrecan ist ein Proteoglykan, das große Hyaluronsäure-Komplexe bildet und dem Knorpel seine druckelastischen Eigenschaften gibt. Kollagen Typ II bildet das fibrilläre Gerüst der extrazellulären Matrix und stabilisiert das Gewebe mechanisch. Zusammen spielen beide eine wichtige Rolle dafür, dass der Knorpel sowohl Druck- als auch Zugbelastung aushält.
gelenkfein® (patentierte Formel)
Unterstützt gezielt Prozesse, die für gesunde Knorpelzellen und die Knorpelqualität im Gelenk wichtig sind.
knochenstahl® (geschützte Formel)
Unterstützt knochenbezogene Zellprozesse und trägt zu Stabilität und Belastbarkeit des Skelettsystems bei.
SmartCarer® (IP Formel)
3 Patentschriften in einem Produkt mit dem Ziel, Knorpel, Knochen und Bindegewebe regenerieren zu können sowie die Mucosa (Darmschleimhaut) zu kräftigen.
oxyBOOOST® (IP Formel)
Enthält u.a. einen Pflanzenextrakt, der in den Stickstoffwechsel eingreift und dafür sorgt, dass die Sauerstoffsättigung (VO2max) verbessert werden kann.
Nutrigenomik und Nutrigenetik
Nutrigenomik und Nutrigenetik sind relativ neue wissenschaftliche Forschungsgebiete. Sie klingen ähnlich, meinen aber nicht genau dasselbe.
Der Hauptunterschied ist: die Nutrigenomik untersucht, wie Nährstoffe die Stoffwechselaktivität bei Säugetieren (z.B. Mensch, Katze, Hund, Pferd, Kamel, etc.) beeinflussen.
Ganz wichtig: das Ziel ist nicht, das angelegte Genom zu verändern, sondern die Frage zu beantworten, wie bestimmte Stoffwechselprozesse durch Nahrung (bzw. durch welche Nahrungskomponenten) angestoßen bzw. getriggert werden können.
In anderen Worten: Der Körper ist wie eine Maschine, bei der verschiedenste Stoffwechselprozesse ablaufen. Und für jeden dieser Prozesse gibt es einen Ein- und Ausschalter, um den Prozess zu starten oder zu stoppen. Und die Frage ist: welche Nahrungskomponenten können einen bestimmten Schalter aktivieren oder regulieren?
Die Nutrigenetik untersucht wie genetische Unterschiede die Reaktion auf Ernährung verändern bzw. wie der individuelle Körper Nährstoffe aufnimmt, verarbeitet und nutzt.
Noch mal knapp zusammengefasst: Wenn ein Nährstoff bestimmte Stoffwechselprozesse an- oder abschaltet, fällt das in den Bereich der Nutrigenomik. Wenn eine genetische Variante bestimmt, ob jemand ein Lebensmittel oder einen Nährstoff anders verträgt, so ist das Nutrigenetik.